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Advent, Advent die Tonne brennt!

Kommenden Freitag wird die Tonne nun zum vierten mal vor dem Roten Rathaus entzündet. Ein Licht in der Adventszeit, welches auf die weiterhin miserable Lage der Berliner Feuerwehr aufmerksam macht.

Das Interesse der Kollegen ist groß, jedoch wird der Wille für eine besserer Feuerwehr zu kämpfen leider durch Vorgesetzte aus dem „höheren Dienst“ untergraben. Kollegen wird mit Konsequenzen gedroht, sollten sie sich zur Tonne begeben. Einige Einzelne erreichte ein internes Schreiben, dass die Möglichkeiten geprüft werden würden, ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Doch es gibt Kollegen, die sich davon nicht einschüchtern lassen.
Es gibt Wachabteilungen, die nach ihrem Dienst geschlossen an der Tonne erscheinen. Und auch einzelne Kollegen, die im Schlepptau ihre Familie haben, kommen vorbei. Sie haben noch nicht den Glauben an den Zusammenhalt verloren, der uns so stark macht. Sie lassen sich nicht weiter an der Nase herumführen sondern stehen auf, stellen sich gemeinsam dem Kampf und zeigen, dass sie sich nicht einfach auf die lange Wartebank schieben lassen.

Genug ist genug.

Die Motivation, die Tonne erneut zu entzünden ist nicht, Unruhe in der Behörde zu stiften, sondern es geht darum möglichst schnell wieder eine gut funktionierende Berliner Feuerwehr aufzubauen, mit motivierten Kollegen an der Basis. Mit Kollegen, denen es möglich ist, ein Familienleben zu führen, Freizeit zu haben, ihren Beruf gerne auszuüben und nicht auf Biegen und Brechen in Rollen gepreßt zu werden, nur damit der Rettungsdienst in der Hauptstadt gerade so am Laufen gehalten werden kann, wobei die Brandsicherheit dann einfach dafür hinten runterfällt.

Herr Geisel ist der Meinung, dieses Auftreten schade dem Image der Berliner Feuerwehr.
Welches Image Herr Geisel?
Das Image, dass wir die Feuerwehr in ganz Deutschland sind, die am schlechtesten bezahlt wird? Das Image, dass wir die Feuerwehr mit den meisten Alarmen sind und im Verhältnis dazu mit dem wenigsten Personal? Das Image, dass wir die einzige Feuerwehr in Deutschland sind, die einen reinen 12 Stunden-Dienst fährt und die Kollegen somit nur 7 freie Wochenenden im ganzen Jahr haben?
Der BerlinBrennt e.V. hat sich Gedanken gemacht und Lösungsansätze für die bestehenden Probleme ausgearbeitet. Wir sind Kollegen von der Basis, die tagtäglich sehen, wo die Probleme bestehen.

Grob zusammengefasst stehen wir jeden Freitag für:
1. einen flexiblen Dienstplan (mit der Möglichkeit auf einen 24 Std Dienst)!
2. Deutliche Erhöhung der Feuerwehrzulage oder Umwandlung in eine „Brennpunktzulage“!
3. Regelmäßige Beförderungen!
4. Reduzierung der Fehlalarme!


Und genau dafür stehen wir jeden Freitag an der Tonne, in dem guten Glauben, dass in der Zeit der Besinnlichkeit eventuell auch Entscheidungsträger zur Besinnung kommen.

Und in dem Wissen, dass zwar von verschiedenen Seiten Druck auf uns ausgeübt wird, die Berliner, um die es geht, aber solidarisch hinter uns stehen!

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